Sano Johanniskrautöl
Für das Öl werden nur Blüten und Knospen aus Wildsammlungen verwendet. Sie enthalten mehr Wirkstoffe als solche aus dem Anbau. Die wissenschaftliche Bezeichnung „Hypericum perforatum“ weist auf die fein durchlöcherten Blätter hin. Die hellen Drüsen enthalten ätherisches Öl, die dunklen dagegen das chrakteristisch tief blutrot gefärbte, fette Öl, das mit der Umwandlung von äußerem Licht und äußerer Wärme gewonnen wird.
Noch in der Nacht des Erntetages treffen die Blüten und Knospen aus der Wildsammlung von einer dünn besiedelten Gegend an der Mosel in Lorch ein. Sie werden zu einem rotbraunen Brei zermahlen und sofort mit kalt gepresstem Olivenöl in Deutscher Arzneibuch Qualität vermischt. Das in 15-Liter-Glaskolben in einem Verhältnis eins zu fünf angesetzte Öl steht nun den Sommer über an einem warmen, sonnigen Südhang im Garten des Kloster Laboratoriums. In diesen sechs bis acht Wochen färbt sich das Öl durch das natürliche Licht und die Wärme langsam tiefrot, die Blütenteile sinken auf den Boden des Glaskolbens, gelegentliches Rühren fördert die Vermischung. Ist die optimale Reife im September erreicht, müssen die schweren Kolben vom steil abfallenden Garten ins Haus geschafft werden. Im nächsten Arbeitsschritt wird die wertvolle Flüssigkeit gefiltert. Dazu werden große Papierfilter verwendet, damit die Verarbeitung schonend erfolgen kann. Für den Eigenvertrieb wird das Öl in 50 ml oder 250 ml Flaschen abgefüllt. Das Jungebad gehört zu den Partnern, die das Öl im Glaskolben geliefert bekommen, um es selbst abzufüllen.
Inhaltsstoffe: Olea Europaea (Olive) Fruit Oil, Hypericum perforatum Oil, Aroma